Betreutes Mutter-Kind-Wohnen
Fachliche Ausrichtung
- Systemisch
- Sozial-/Heilpädagogisch
- Lebensweltorientiert, Ziel-, Ressourcen- und Lösungsorientiert
- Individuelles Betreuungssetting
Betreutes Mutter-Kind-Wohnen
2 Plätze / Aufnahmealter ab 14 Jahre
Leitung: Meike Thien-Nemetz
Debstedter Straße 120
27607 Langen
Tel: 04743 - 948338
Mobil: 0160 - 630 56 05
Fax: 04743 - 948336
Das Betreute Mutter-Kind-Wohnen ist ein Angebot für junge bzw. werdende Mütter, die sich aufgrund eigener schwieriger Lebensverhältnisse für ein Leben mit ihrem Kind entscheiden, selbst jedoch häufig noch der Hilfe zur Erziehung bedürfen und sich durch die Schwangerschaft in einer zusätzlichen Krisensituation befinden. Das Angebot ist als Alternative zur Pflege- und Adoptionsvermittlung zu verstehen. In der Regel weisen die jungen Frauen von ihrer Biographie her selbst starke Defizite in ihrer Persönlichkeitsentwicklung auf, so dass die Schwangerschaft und Geburt u.U. eine zusätzliche Krise herbeiführt. Die neue Lebenssituation erfordert Sicherheit, Besinnung und Neuorientierung und verlangt von den jungen Müttern einen wesentlich höheren Reifegrad, als diese i.d.R. aufweisen.
Unser Betreungsangebot zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die jungen Frauen in all ihren Bedarfen angenommen werden, und dass sie rund um die Uhr eine Ansprechperson zur Verfügung haben.
Das pädagogische Vorgehen der MitarbeiterInnen ist dahingehend ausgerichtet, bei den jungen Frauen soviel Eigenverantwortung wie möglich zu fördern. Dies gilt insbesondere auch für die Versorgung und Betreuung des eigenen Kindes. Vom Ansatz her richtet sich die pädagogische Intervention auf die junge Mutter, wenngleich wir davon ausgehen, dass auch erhebliche Hilfestellungen in Bezug auf das Kind erforderlich sein werden.
Darüber hinaus wollen wir den Vater des Kindes und die Herkunftsfamilie, wo immer dies möglich ist, mit einbeziehen, auch vor dem Hintergrund einer möglichen Reintegration in der Herkunftsfamilie.
Wir setzen bei den jungen Frauen ein gewisses Maß an Selbstverantwortung voraus und die realistische Chance, in einem absehbaren Zeitraum zur eigenständigen Lebensführung befähigt werden zu können. Dies bezieht sich insbesondere auf den lebenspraktischen Bereich der Versorgung und Pflege des eigenen Kindes sowie auf die Einschätzung der eigenen Möglichkeiten und Grenzen.
Grundsätzlich streben wir an, dass die jungen Mütter einer beruflichen Beschäftigung nachgehen bzw. einen Schulabschluss oder eine Berufsausbildung anstreben. Für die Zeit ihrer Abwesenheit sollen sich die Frauen eine Tagesmutter suchen bzw. einer schulisch-beruflichen Maßnahmen nachgehen, die die Kinderbetreuung mit einschließt.
