Ansprechpartner
Heinz-Joachim Lenz
Leitung Ambulante Hilfen
Mobil: 0171 - 75 42 745
Grundsätzliches Selbstverständnis
Das Programm der Familienaktivierung ist von der Grundannahme geprägt, dass Kinder am besten in einer Familie aufwachsen können und jedes Familiensystem das Potential für Verhaltensänderungen besitzt. Die Intention des Programmes ist von daher die drohende Herausnahme eines oder mehrerer Kinder bzw. Jugendlicher zu vermeiden, in dem die Ressourcen der Familie gestärkt und die Funktionsfähigkeit eines Familiensystems wieder hergestellt wird.
Ausgangspunkt der Intervention ist immer eine akute Krise der Familie, die gleichzeitig die Chance bietet Entwicklungspotentiale freizusetzen. Das Arbeitssetting ist ein Kriseninterventions-programm, das mit einer zeitlichen Befristung gekoppelt ist. Der Arbeitsansatz ist lebensweltorientiert und basiert auf der Nutzung und dem Aufbau des Selbsthilfepotentiales des jeweiligen Familiensystems unter Einbeziehung des vorhandenen sozialen Netzwerkes.
Im Programm wird die Sicherheit des Kindes und anderer Familienmitglieder nicht aus dem Auge gelassen. Ihre Unversehrtheit und Sicherheit hat in unserem Programm oberste Priorität. Wir versuchen die Gefahren auszuschließen, anstatt das Kind aus der gefährdenden Lebenssituation herauszuholen.
Unser Programm ist auch geeignet, Kinder und Jugendliche aus einer stationären Betreuung herauszulösen und diese wieder in das bestehende Familiensystem zu integrieren. Hierzu wird noch eine spezielle Systematik erarbeitet.
Die Familienaktivierung versteht sich nicht als Konkurrenz oder Ersatz für andere Hilfeformen, vielmehr wird eine enge Zusammenarbeit (z.B. SPFH oder Erziehungsbeistand) angestrebt. Schon wegen der kurzen Interventionszeit des Hilfeansatzes ist deutlich, dass nur erste Schritte zu Veränderungen eingeleitet werden können. Danach ist in der Regel eine weitere Hilfe zur Erziehung angezeigt.
