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Familienaktivierungsmanagement (FAM)

Methodik

Wir betrachten eine Familienkrise als den Beginn eines Veränderungsprozesses. Der Arbeitseinsatz des Mitarbeiters erfolgt in der Regel sehr kurzfristig, die erste Kontaktaufnahme möglichst innerhalb von 24 Stunden. Der intensive Einsatz erfolgt über maximal sechs Wochen mit dem Stundenanteil einer halben Mitarbeiterstelle.

Mit der systemischen Sichtweise wird immer die Einbindung des Systems Familie in das erweiterte soziale Umfeld beachtet. Krisen in Familien sind Systemkrisen, die immer auch mehrere, in zirkul�rer Wechselwirkung stehende, individuelle Problemlagen beinhaltet. Insbesondere bei einer bedrohenden Herausnahme eines Familienmitgliedes, ist diese Person Symptomträger der gestörten Beziehungen innerhalb eines Familiensystems.

Alle Interventionen der Mitarbeiter sind darauf gerichtet Ressourcen innerhalb des Familiensystems zu erforschen und diese zu aktivieren. Es erfolgt eine Orientierung an den Stärken und nicht an den Defiziten der Familie. Dabei wird sehr darauf geachtet, dass die Normen und Werte der Familie, sowie die Wünsche der Familienmitglieder in den Mittelpunkt gestellt werden.

Mit der Familie werden konkrete Schritte in Richtung Verhaltensänderungen und Problemlösungen erarbeitet. Von Beginn an und dann fortlaufend werden Vereinbarungen hinsichtlich der durchzuführenden Schritte und Teilschritte erarbeitet. Im Rahmen eines Familienentwicklungsplanes werden Zielvereinbarungen getroffen und Veränderungsprozesse deutlich gemacht.

Die Hilfe ist darauf ausgerichtet, das soziale Netzwerk der Familie zu erweitern und sie in das bestehende Gemeinwesen einzubinden. Die negativen und hemmenden Einflüsse ihrer spezifischen Lebenswelt werden reduziert und gleichzeitig werden problemlösende Ressourcen des Familiensystems vergrößert.