Zielsetzung
Ambulante Hilfen
Leitung: Heinz-Joachim Lenz
Mobil: 0171 - 75 42 745
Diese Maßnahmeformen verfolgen das Ziel, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sozialpädagogisch fundierte Hilfestellung im Prozess der Verselbständigung, der Eingliederung oder Wiedereingliederung zu ermöglichen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen erhalten die Chance, unter fachlicher Begleitung selbständige Lebensformen zu erfahren und sie zur eigenen Lebensgestaltung zielgerichtet einzusetzen.
Zielgruppe
Das Angebot der Mobilen / Flexiblen Betreuung richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die
- mindestens 16 Jahre alt sind und mit den altersgemäßen Orientierungsproblemen in
der Übergangsphase zum Erwachsenwerden, sowie mit weiteren, speziellen Problemen
konfrontiert sind:
- Verwahrlosungstendenzen, Gewaltbereitschaft, Delinquenz, Obdachlosigkeit, Neigung zum Drogenkonsum können dazu gehören
- eine gestörte Kommunikationsfähigkeit, Resignation, psychosomatische Erkrankungen und andere psychische Auffälligkeiten, wie Missbrauch
- gestörte Familienbindung
- andere Formen der Jugendhilfe ablehnen, bzw. für die andere Formen nicht in Frage kommen;
- die Bereitschaft bekunden, aktiv im Rahmen des Betreuungsansatzes mitzuarbeiten.
Methodik
Ein wesentliches Merkmal des methodischen Ansatzes in der Mobilen / Flexiblen Betreuung ist die "Orientierung am Jugendlichen". Dies beinhaltet ein hohes Maß an Akzeptanz seitens der BetreuerInnen; d. h. der junge Mensch wird so angenommen, wie er sich verbal und in seinem Verhalten äußert, auch wenn Widersprüche deutlich werden.
In der Anfangsphase der Betreuung ist es das erste Ziel, zu den Jugendlichen bzw. jungen
Erwachsenen eine vertrauensvolle Beziehung zu entwickeln, um sie spüren zu lassen, dass sie
nicht alleingelassen sind, und dass eine Unterstützung durch Erwachsene verlässlich erfahren
werden kann. Dies geschieht in der Regel durch das gemeinsame Planen und Erleben
lebenspraktischer Anforderungen.
Das zielgerichtete Suchen, Beschaffen und Einrichten einer Wohnung bietet hierzu gute
Voraussetzungen. Aufgabenfelder wie z.B. Haushaltsführung, Schule und Beruf, Versorgung,
Finanzen usw., liegen in der Verantwortung des jungen Menschen. Hilfestellungen und Kontrolle
erfolgen nach Absprache durch die betreuenden MitarbeiterInnen.
Durch den Einzug des jungen Menschen in eine eigene Wohnung und die eigenverantwortliche
Gestaltung seines Lebens, findet die Auseinandersetzung mit der Realität statt. In
Einzelbereichen werden negative Folgen des eigenen Verhaltens von dem / der BetreuerIn
zugelassen und damit für den jungen Menschen unmittelbar erfahrbar. Anhand der Erfahrung der
Realität werden mögliche Widersprüche zwischen den eigentlichen Absichten und dem Ergebnis
des Handelns für die Betreuten spürbar.
Wesentlich für eine "erfolgreiche Betreuung" ist für uns der Grundsatz: "Der Weg ist das Ziel."
Auf der Basis einer vertrauensvollen Beziehung begleiten wir die jungen Menschen auf ihrem
Weg - initiieren und unterstützen Prozesse mit dem Ziel einer eigenverantwortlichen
ressourcenorientierten Lebensgestaltung.
Eine vorherige Abklärung der schulischen und beruflichen Perspektiven ist nicht
Aufnahmebedingung, sondern Inhalt unserer Arbeit.
Im Kontext des systemischen Ansatzes unserer Einrichtung werden Partner, Freunde, Eltern und
andere für den jungen Menschen relevante Personen aktiv und/oder passiv in die Arbeit mit
einbezogen.
Unter dem Aspekt der Lösungs- und Ressourcenorientierung arbeiten wir am Ausbau bzw. der
Stabilisierung des vorhandenen Netzwerkes der Betreuten oder leisten gegebenenfalls
Hilfestellung beim Neuaufbau eines Solchen.
Mit aktivierenden Methoden arbeiten wir an individuellen Zielen der jungen Menschen im Rahmen
des ziel- und lösungsorientierten Ansatzes unserer Einrichtung.
