Einsatzchronik und andere Ereignisse

16.05.2010 - Sanitätsdienstausbildung der Stufe B erfolgreich beendet -

Vom 22.04.10 bis 16.05.10 durchliefen 9 Einsatzkräfte des Einsatzzuges die Sanitätsdienstausbildung der Stufe B.
Die Ausbilung endete am 16.05.2010 mit einer Abschlußprüfung vor dem Prüfungsausschuss unter Vorsitz des Bereitschaftsarztes Dr. med. W. Baeßler.
Die sog. SanB-Ausbildung wurde dieses Jahr das letzte mal angeboten. Ab 2011 stellt der DRK-Kreisverband seine Ausbildung nach den Richtlinien
des Deutschen Roten Kreuzes um.



B. Otten
Bericht-Nr. 194

15.05.2010 - 01:45 - Einsatz für den Rettungswagen -

In der Nacht zu Samstag brannte in Dorum-Neufeld ein Einfamilienhaus in voller Ausdehnung. Der Rettungswagen des Einsatzzuges wurde zur Eigensicherung der
Feuerwehr alarmiert. Der Bewohner des Hauses konnte nur noch tot gefunden werden. Der Einsatz endete gegen 07:00 Uhr.

Otten
Bericht-Nr. 193

15.05.2010 - DRK-Helfer aus dem Cuxland fliegt ins Erdbebengebiet nach Haiti -

Kurzfristig wurde ein Elektroinstallateur für den Betrieb des DRK-Feldlazarettes und den anstehenden Umzug des mobilen Krankenhauses durch das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin gesucht. Voraussetzung für den Einsatz waren eine sofortige 4-6 wöchige Verfügbarkeit, englische Sprachkenntnisse und ein gültiger Reisepass.
Es gelang eine Einsatzkraft aus den Reihen des DRK-Einsatzzuges Wesermünde zu gewinnen. Christian Küper, gelernter Elektroinstallateur und staatl. examinierter Rettungsassistent hatte gerade seinen neuen Reisepass abgeholt und kann seitens seines Arbeitgebers auch für 6 Wochen von seiner Arbeit freigestellt werden.
Küper überlegte nicht lange und sagte zu. Es dürfte ein glücklicher Umstand sein, dass der primär als Elektrofachkraft für die technischen Aufgaben des Feldlazarettes nach Haiti fliegt, aber durch seine fundierte internationale, medizinische Ausbildung auch in anderen Aufgabenbereichen eingesetzt werden kann.
Wenn es also mal keine Leitungen zu verlängern gilt, alle Leuchten funktionieren, das Stromnetz stabil läuft, kann Küper durchaus auch beim medizinischen Betrieb des Feldlazarettes unterstützend tätig werden.

Heute ging es für Christian Küper los. Von Hamburg über Paris nach Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Dort heißt es dann noch einmal in einem Bett (Hotel) übernachten bis es am Sonntag nach Port-au-Prince (Haiti) weiter geht.
In Haiti erwartet Christian Küper kein festes Bett. 6 Wochen heißt es dann in einem Feldbett in einem Zelt zu schlafen. Für den geübten Katastrophenschützer ist das aber kein Problem.

Angenehm wird sicherlich auch nicht die beginnende Regenzeit in Haiti. Beschädigte Häuser drohen unter der Wasserlast während der Regenperiode zusammen zu brechen. Port-au-Prince ist bei starken Regenfällen besonders gefährdet, denn die Hanglage der Stadt fährt dazu, dass sich der Unrat aus den Straßen der höher gelegenen Stadtteile im Tal sammelt. Dort befindet sich der Slum der Hauptstadt, die „Cité de soleil“ – zu deutsch „Sonnenstadt“. Der Name, der einem Reiseprospekt entstammen könnte, täuscht darüber hinweg, dass es sich hier um eines der schlimmsten und am dichtesten besiedelten Armutsviertel der Welt handelt. Der drei- bis viermal wöchentlich, hauptsächlich abends einsetzende Regen verschlimmert die Situation im Armutsviertel. Viele Menschen leben immer noch in Zelten oder unter Plastikplanen und können aufgrund des Regens nicht schlafen, da sie ihr Hab und Gut vor den oberflächlich ablaufenden Wassermassen schützen und um die Dinge Angst haben müssen, die ihnen geblieben sind.

Normalerweise beginnt einige Monate nach der Katastrophe die Phase, in der Hilfsprojekte an örtliche Kräfte oder an Behörden übergeben werden. Doch diese sind in Haiti fast nicht zu finden, gerade auch deshalb, weil es Haitis Hauptstadt und damit zentrale Organisations- und Verwaltungsstrukturen schwer getroffen hat. Der Einsatz in der Karibik wird wohl weit länger dauern als normalerweise geplant. Und bereits jetzt steht fest, dass das Deutsche Rote Kreuz dank der Spendengelder seine Hilfe mindestens bis zum Jahresende wird fortsetzen können.
Während der 6 Wochen in Haiti bleibt Christian Küper nur das Internet und ein Satellitentelefon fär die Kommunikation mit der Heimat.

B. Otten
Bericht-Nr. 192

14.04.2010 – Einsatzzug und Fachzug Dekontamination der Kreisfeuerwehrbereitschaft treffen zusammen -


Am heutigen Abend besuchten die Einsatz- und Führungskräfte des DRK-Einsatzzuges den Fachzug (Fz) Dekontamination der Kreisfeuerwehrbereitschaft im Feuerwehrgerätehaus Bederkesa.

Dort bauten die zum Fz Dekontamination gehörigen Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Bad Bederkesa, Flögeln und Lintig einen Dekon-Platz zur Besichtung für das DRK auf.

Dekontamination bedeutet das Entfernen von gefährlichen Verunreinigungen, so genannter Kontaminationen, bei Personen, Objekten oder Flächen. Die Gefährdungen können dabei chemischer, biologischer oder radioaktiver Natur sein.

Künftig soll im Bereich der Dekontamination von verletzten und oder unverletzten Betroffenen eine enge und intensive Zusammenarbeit erfolgen. Der Besuch des Einsatzzuges diente in erster Linie dazu, überhaupt mal einen Eindruck von den Möglichkeiten und Aufgaben der Dekon zu erlangen um die Belangen einer Dekontamniation von Patienten oder der Bevölkerung abzustimmen.

Alle Beteiligten waren sich über die Vorgehensweise einig. Bereits Anfang Juni 2010 werden sich die Zugführer beider Züge zusammensetzten und ein Grobkonzept der Zusammenarbeit entwickeln.

Für den Herbst 2010 ist dann eine erste praktische Erprobung des Grobkonzeptes und Ausarbeitung eines Feinkonzeptes geplant.

Das gemeinsame, ehrgeizige Ziel ist, im Sommer 2011 mit den Planungen und Ausbildungsübungen abschließen zu können und fortan ein tragfähiges Konzept für diese außergewöhnlihcen Schadenlagen auch im Landkreis Cuxhaven verfügbar zu haben.

B. Otten
Bericht-Nr. 191

10.04.2010 - 20.55 Uhr - Schornsteinbrand in Fleeste -

Wenige Minuten vor 21 Uhr wurde der Rettungswagen des Einsatzzuges zu einer Brandsicherheitswache in die Nähe von Loxstedt alarmiert. In Fleeste war es zu einem Schornsteinbrand gekommen. Der Rettungswagen rückte um 21.07 Uhr mit drei Einsatzkräften besetzt aus.

Es mussten keine Verletzten behandelt werden. Die Kräfte beendeten ihren Dienst um 00.20 Uhr am Depot.

Lars Ippich
Bericht-Nr. 190

09.04.2010 - Org.Leiter des Landkreises Cuxhaven besuchen den Einsatzzug -

Am Abend des 09.04.2010 besuchten drei Organisatorische Einsatzleiter Rettungsdienst (kurz: Org.Leiter) des Landkreises Cuxhaven den Einsatzzug Wesermünde und informieren sich über den Stand der Entwicklung. Ein letzter Besuch liegt nun schon fast 10 Jahre zurück, so dass
auch die Kräfte des Einsatzzuges einiges Neues vorzustellen hatten. Schwerpunkt des Besuches war das neue Einsatzkonzept der überregionalen Zusammenarbeit bei Massenanfällen von Verletzten / Erkrankten (Ü-MANV Elbe-Weser). L. Schumacher, P. Galler und G. Bergmann
verschafften sich einen aktuellen Überblick über die technische Ausstattung und potenzielle Einsatzmöglichkeiten der Einheit aus Spaden.

Sehen und Gesichter merken hieß es dabei auf beiden Seiten, da man im Einsatzfall wissen sollte, wer einem gegenübersteht und was diese Person für Aufgaben wahrnehmen.
Alle Org.Leiter zweigten sich positiv überrascht. Es hat sich viel getan. Von besonderem Interesse waren die vom Einsatzzug jüngestens eingeführten aktiven und passiven
Patienten-Wärme-Systeme. Diese Material (eine neue Einwegdecke mit super Isolationsleistung und ein wärmepack, der unter Zugabe von normaler Luft über viele Stunden angenehme
Wärme erzeugt und abgibt) war den Org.Leiter noch nicht geläufig. Aber auch die seit einigen Jahren vorhandenen Zelt-Zentralheizung war von Interessse für die Org.Leiter, gerade auch unter dem Gesichtspunkt, diese
auch zur Erwärmung einer großen Halle (z.B: Turnhalle) nutzen zu können.

B.Otten
Bericht-Nr. 189b

08.04.2010 - DRK-Rundlogo verziehrt weiße Garagenwand -

Der kleine Garagenkomplex am DRK-Depot in Spaden benötigt einen neuen Anstrich. Patrick Nieland, gelernter Maler und Einsatzkraft im Betreuungdienst des Einsatzzuges erklärte sich Ende letzten Jahres bereit die Fassade neu zu streichen. Der lange und harte WInter 2009/2010 lies die Arbeiten aber zum Stillstand kommen.
Einen Tag vor dem Besuch der Org.Leiter des Landkreises (siehe Bericht-Nr. 189b) arbeitete Patrick noch mit Hochdruck an dem Logo.

Nun ist es fast fertig und weißt den vorbeifahrenden bzw -gehenden Bürgern auch bei Tageslicht gut lesbar aus, wo der DRK-Einsatzzug sein Depot hat.

B.Otten
Bericht-Nr. 189a

03.04.2010 - Einsatzstatistik 2009 -

Der Einsatzzug Wesermünde hat seine Auswertungen für 2009 abgeschlossen. Über 12.000 Einsatz- und Ausbildungsstunden haben die knapp 60 Ehrenamtlichen in 2009 geleistet.
34 mal wurden sie zu Alarmeinsätzen gerufen.Insgesamt leistete der Einsatzzug Weit über 100 Einsätze in 2009.
Die detailierte Statistik ist hier abrufbar Einsatzstatistiken

B. Otten
Bericht-Nr. 189

19.03.10 bis 26.03.10 - Lelystad / Niederlande - Die Flotte 2010 -


Vom 19.03.2010 bis 26.03.2010 begleiteten unter Leitung von Björn von Thaden die Einsatzkräfte Sylvia Glüsing und Gisela Maruszczak des Einsatzzuges Wesermünde die Konfirmantenfreizeit „Flotte 2010“ des Kirchenkreises Wesermünde Süd.
Es galt ca. 400 Personen auf 13 Traditionsseglern bei ihrem Segeltörn auf dem Markermeer und Ijsselmeer rund um die Uhr sanitätsdienstlich abzusichern.
Neben einem tollen Erlebnis auf See mit den Jugendlichen und deren Betreuern gab es auch jede Menge Arbeit für die Sanitäter. So wurden über 50 ambulante Behandlungen durchgeführt, 18 Patienten mußten zur weiteren Behandlung im Krankenhaus oder beim ärztlichen Notdienst vorstellig werden. Einen Patienten galt es zahnärztlich notversorgen zulassen.
Etwas getrübt wurde die Stimmung bei den Mitseglern durch den Ausbruch eines Magen-Darm-Infektes, welcher ca. 130 der Jugendlichen und Begleiter zeitweise befiehl und dazu führte, dass nicht nur die Sanis tätig wurden, sondern auch die zuständigen Gesundheitsbehörden informiert werden mußten.

B.v. Thaden
Bericht-Nr. 188

11.03.2010 - ca. 19.10 Uhr - RTW-Einsatz in Holte -

Um kurz nach 19.00 Uhr wurde der Rettungswagen nach Holte (Gemeinde Loxstedt)für eine Brandsicherheitswache alarmiert.
Schon bei der Ausfahrt nach knapp 15 Minuten wurde bekannt, dass sich noch eine Person im Gebäude befindet.

Insgesamt fünf Ortsfeuerwehren waren vor Ort, konnten den Bewohner des Hauses jedoch nicht mehr lebend aus dem Haus retten.
Bis zum Eintreffen weiterer alamierter Kräfte des öffentlichen Rettungsdienstes kümmerte sich die Besatzung des Einsatzzug-RTW um die Ehefrau, welche sich zuvor noch durch ein Fenster in Sicherheit bringen können. Sie wurde späer mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung und an den hauptamtlichen Rettungsdienst übergeben, der sie ins Krankenhaus brachte.

Für eine Anwohnerin wurde außerdem eine ambulante Behandlung nötig. Gegen 21.20 Uhr rückte der Rettungswagen wieder von der Einsatzstelle ab.

L. Ippich / B. Otten
Bericht-Nr. 187

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