Einsatzchronik und andere Ereignisse

28.06.2010 - ca. 10.50 Uhr - Bahnunfall Cappel -

Gegen 10.50 Uhr löste die Rettungsleitstelle Vollalarm für den Einsatzzug aus. In Cappel in der Samtgemeinde Land Wursten hatte sich ein Bahnunfall ereignet. Die 61 unverletzten Fahrgäste sollten zunächst vom Einsatzzug betreut werden.

Schon nach kurzer Zeit standen für die Fahrgäste jedoch Reisebusse bereit, die sie zum nächstgelegenen Bahnhof brachten. Der Einsatzzug wurde deshalb bereits um 11.16 Uhr wieder abalarmiert. Die zwölf bereits am Depot angekommenen Einsatzkräfte rückten wieder ab.

Lars Ippich
Bericht-Nr. 200

04.06.2010 - 16.39 Uhr - Brandsicherheitswache in Misselwarden -

Um 16.39 Uhr wurde der Rettungswagen mit dem Stichwort "Notfall Feuer Misselwarden" zur Brandsicherheitswache alarmiert. In weniger als 20 Minuten rückte er dann zur Einsatzstelle aus. Dort war ein Haus in Brand geraten, in dem zunächst noch eine Person vermutet wurde. Dies stellte sich jedoch als nicht zutreffend heraus.

Das Feuer breitete sich in der Folge über weitere Gebäudeteile aus, verletzt wurde jedoch niemand. Um viertel vor zehn war der Rettungswagen zurück am Depot.

Lars Ippich
Bericht-Nr. 198

25.05.2010 - Christian Küper als DRK-Techniker in Haiti -

Kurzfristig wurde ein Elektroinstallateur für den Betrieb des DRK-Feldlazarettes und den anstehenden Umzug des mobilen Krankenhauses durch das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin gesucht. Voraussetzung für den Einsatz waren eine sofortige 4-6 wöchige Verfügbarkeit, englische Sprachkenntnisse und ein gültiger Reisepass.Es gelang eine Einsatzkraft aus den Reihen des DRK-Einsatzzuges Wesermünde zu gewinnen. Christian Küper, gelernter Elektroinstallateur und staatl. examinierter Rettungsassistent hatte gerade seinen neuen Reisepass abgeholt und kann seitens seines Arbeitgebers auch für 6 Wochen von seiner Arbeit freigestellt werden.Küper überlegte nicht lange und sagte zu. Es dürfte ein glücklicher Umstand sein, dass der primär als Elektrofachkraft für die technischen Aufgaben des Feldlazarettes nach Haiti fliegt, aber durch seine fundierte internationale, medizinische Ausbildung auch in anderen Aufgabenbereichen eingesetzt werden kann. Wenn es also mal keine Leitungen zu verlängern gilt, alle Leuchten funktionieren, das Stromnetz stabil läuft, kann Küper durchaus auch beim medizinischen Betrieb des Feldlazarettes unterstützend tätig werden.

Aus dem ferner Haiti errreichte uns nun folgende Grußworte:

"Da ich vor Hitze hier heute mal wieder nicht schlafen kann schicke ich Euch diese Zeilen. Wir haben zwar im Moment nur ca. 26 Grad aber die Zelte und sonstige Materialien sind noch ziemlich aufgeheitzt. Tags über herrschen hier weit über 40 Grad und heizen die Zelt auf ca 60 - 70 Grad auf. Schatten ist hier ein seltenes Gut.
Ventilatoren bringen hier ein bisschen Linderung wenn sie nicht gerade wieder von uns repariert werden müssen.

Die Arbeit hier ist sie echt ein hartes Brot. Dreck, Hitze, Sonneneinstrahlung und der immer wiederkehrende Kampf mit der Feuchtigkeit sorgen für reichlich Defekte und Kurzschlüsse an auch lebensnotwendige Aggregaten, Zelten und Maschinen. Dazu kommt noch das Leid der Menschen hier, aber die Stimmung unter den hier internationalen Hilfskräften ist wirklich gut.

Am Dienstag und Mittwoch Nacht hatten wir mit Regenfällen, wie ich sie in Bremerhaven noch nicht erlebt habe, zu kämpfen. Sinnflutartig stürzt das Wasser vom Himmel. Ein Gewitter das hier selbst gestandene Einwohner in Panik versetzte.


Mit 6 Technikern, die wir zu dem Zeitpunkt waren, haben wir versucht, eine mit Diesel und Elektropumpen in Minuten geflutete ambulante Station (Zelt) zu retten. Dieses gelang uns nicht wirklich und wir konnten nur die Schäden begrenzen. Während wir gegen das Wasser und Schlamm kämpften haben Ärzte und Krankenpfleger/ -schwestern weiter im Wasser stehend Patienten behandelt. Ärzte versuchten Patienten zu untersuchen während Pumpenagregatte zwischen ihren Beinen standen und wir Techniker auch noch im Versuch waren, medizinisches Material zu retten.

Mittwoch Abend nachdem wir den ganzen Tag Schäden beseitigt haben und wir uns auf eine Mütze voll Schlaf freuten bekammen wir einen weitere Lehre. Es kam noch schlimmer. Nun rief der OP um Hilfe. Wassermassen strömten bei wieder eingesetzten Monsumregen durch das Operation- und Sterisilationzelt und kurze Zeit später durch die schon erwähnte Ambulanz. Dazu kam dann noch, dass der Hauptstromgenerator immer wieder auf Grund von verunreinigten Diesel und überspannungen (verursacht durch Blitze) ausfiel. Der OP sowie das Sterizelt konnte soweit gerettet werden, dass trotz erhebliche Wasser- und Schlammschäden noch in der selben Nacht ein erfolgreicher Notkaiserschnitt durchgeführt werden konnte.

Nun arbeiten wir ständig mit lokalen Hilfskräften daran die Zelte das Feldkrankenhauses zu sichern. Mit Gräben und Sickergruben, die mit Kies gefüllt werden, versuchen wir der Wassermassen Herr zu werden. Ein Drainagesystem steht uns hier nicht zur verfügung. Improvisation ist gefragt. Mit Pumpen und Feuerwehrschläuchen "bauen" wir eine Entwässerung. Ersatzteile sind schwer zubekommen oder hängen immer wieder im Zoll fest. So muß schonmal der Akku eines Handfunkgerätes mißbraucht werden um es an einen mobilen Wehenschreibers zu löten damit es weiter benutzt werden kann.


Weiter ist es ein Problem europäische 230 Volt Technik mit amerikanischer 110 Volt Technik zu koppeln.
Hier kommt es immer wieder zu Bränden, da Mitarbeiter immer wieder, trotz Schulung und Wahnhinweisen, versuchen 110 Volt Technik an 230 Volt anzuschließen.

Rauchsäulen gehen immer wieder ringsherum ums Krankenhaus hoch da der Müll häufig einfach auf der Straße verbrandt wird oder in Brand gerät. Feuerwehren sind hier nicht mehr exzistent und dieses fordert hier auch jede Menge Brandopfer die hier dann versorgt werden, soweit es und möglich ist.

Soweit mein kleiner Einblick in die Arbeit hier vor Ort in Carrefour/ Haiti.
Ich versuche nun mal in mein Feldbett zukommen. Hier besteht eine Hurricanewahrnung "rot" ... und wer weiß wie lange ich heute nacht mal schlafen kann.


Chr. Küper
Bericht-Nr. 197

25.05.2010 - Einsatzalarm für den RTW und den Bereitschaftsarzt -

Gegen 18:55 Uhr schrillten am heutigen Abend die Funkmeldeempfänger der Sanitätsgruppe. Einsatz für den Rettungswagen und den Bereitschaftsarzt, Feuer in Dedesdorf, lautete die Durchsage.

Dr. med. Jens Wagner, Notarzt und 2. Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes besetzte den VKW (Kommandowagen) und fuhr als Bereitschaftsarzt mit in den Einsatz.

Zunächst ging es darum eine Sicherheitswache bei dem Brand eines Senioren- und Pflegeheimes zu stellen.

Nach dem der Rettungswagen an der Einsatzstelle eingetroffen war, wurde aber schnell klar, dass es sich durchaus um einen größeren Einsatz handelte. Neun Verletzte Personen waren von den Feuerwehren der Gemeinde Loxstedt bereits gerettet und mussten versorgt werden.

Aufgrund der Rückmeldung des Rettungswagens, welcher zwischenzeitlich auch über das Ergebnis der ärztlichen Sichtung verfügte, veranlasste der Bereitschaftsleiter die Alarmierung der kompletten Sanitätsgruppe.

Plöttzlich hieß es dann : "übungsende".
Die Alarmierung wurde wieder aufgehoben.



B. Otten
Bericht-Nr. 196

18.05.2010 - Inlandrückholdienst -

Der Rettungswagen des Einsatzzuges machte sich 18.05.2010 gegen 07:00 Uhr auf den Weg in die Hochtaunuskliniken in Bad Homburg. Frau Meyer (Name geändert), seit Jahren Fördermitglied im DRK-Ortsverein Bokel, bekam während eines Kuraufenthaltes Probleme mit Ihrem Bein. Sie musste Ihre Kur abrechen und sich stationär aufnehmen lassen. Ihre Krankenkasse lehnte einen Transport zur Behandlung nach Bremerhaven ab. Keine medizinische Notwendigkeit hieß es... Frau Meyer kann in Bad Homburg genesen.

Ein Fall für den Inlandrückholdienst des DRK. Aktive und Passive Mitgleider des Roten Kreuzes werden in ein heimatnahes Krankenhaus kostenlos verlegt, wenn sonst keiner für die Kosten aufkommen will. Die Abwicklung dieser Inlandrückholtranpsorte obliegt im Kreisverband Wesermünde regelmäßig dem Einsatzzug.So konnte auch Frau Meyer heute in das Klinikum Bremerhaven gebracht werden.


B. Otten
Bericht-Nr. 195

16.05.2010 - Sanitätsdienstausbildung der Stufe B erfolgreich beendet -

Vom 22.04.10 bis 16.05.10 durchliefen 9 Einsatzkräfte des Einsatzzuges die Sanitätsdienstausbildung der Stufe B.
Die Ausbilung endete am 16.05.2010 mit einer Abschlußprüfung vor dem Prüfungsausschuss unter Vorsitz des Bereitschaftsarztes Dr. med. W. Baeßler.
Die sog. SanB-Ausbildung wurde dieses Jahr das letzte mal angeboten. Ab 2011 stellt der DRK-Kreisverband seine Ausbildung nach den Richtlinien
des Deutschen Roten Kreuzes um.



B. Otten
Bericht-Nr. 194

15.05.2010 - 01:45 - Einsatz für den Rettungswagen -

In der Nacht zu Samstag brannte in Dorum-Neufeld ein Einfamilienhaus in voller Ausdehnung. Der Rettungswagen des Einsatzzuges wurde zur Eigensicherung der
Feuerwehr alarmiert. Der Bewohner des Hauses konnte nur noch tot gefunden werden. Der Einsatz endete gegen 07:00 Uhr.

Otten
Bericht-Nr. 193

15.05.2010 - DRK-Helfer aus dem Cuxland fliegt ins Erdbebengebiet nach Haiti -

Kurzfristig wurde ein Elektroinstallateur für den Betrieb des DRK-Feldlazarettes und den anstehenden Umzug des mobilen Krankenhauses durch das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin gesucht. Voraussetzung für den Einsatz waren eine sofortige 4-6 wöchige Verfügbarkeit, englische Sprachkenntnisse und ein gültiger Reisepass.
Es gelang eine Einsatzkraft aus den Reihen des DRK-Einsatzzuges Wesermünde zu gewinnen. Christian Küper, gelernter Elektroinstallateur und staatl. examinierter Rettungsassistent hatte gerade seinen neuen Reisepass abgeholt und kann seitens seines Arbeitgebers auch für 6 Wochen von seiner Arbeit freigestellt werden.
Küper überlegte nicht lange und sagte zu. Es dürfte ein glücklicher Umstand sein, dass der primär als Elektrofachkraft für die technischen Aufgaben des Feldlazarettes nach Haiti fliegt, aber durch seine fundierte internationale, medizinische Ausbildung auch in anderen Aufgabenbereichen eingesetzt werden kann.
Wenn es also mal keine Leitungen zu verlängern gilt, alle Leuchten funktionieren, das Stromnetz stabil läuft, kann Küper durchaus auch beim medizinischen Betrieb des Feldlazarettes unterstützend tätig werden.

Heute ging es für Christian Küper los. Von Hamburg über Paris nach Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Dort heißt es dann noch einmal in einem Bett (Hotel) übernachten bis es am Sonntag nach Port-au-Prince (Haiti) weiter geht.
In Haiti erwartet Christian Küper kein festes Bett. 6 Wochen heißt es dann in einem Feldbett in einem Zelt zu schlafen. Für den geübten Katastrophenschützer ist das aber kein Problem.

Angenehm wird sicherlich auch nicht die beginnende Regenzeit in Haiti. Beschädigte Häuser drohen unter der Wasserlast während der Regenperiode zusammen zu brechen. Port-au-Prince ist bei starken Regenfällen besonders gefährdet, denn die Hanglage der Stadt fährt dazu, dass sich der Unrat aus den Straßen der höher gelegenen Stadtteile im Tal sammelt. Dort befindet sich der Slum der Hauptstadt, die „Cité de soleil“ – zu deutsch „Sonnenstadt“. Der Name, der einem Reiseprospekt entstammen könnte, täuscht darüber hinweg, dass es sich hier um eines der schlimmsten und am dichtesten besiedelten Armutsviertel der Welt handelt. Der drei- bis viermal wöchentlich, hauptsächlich abends einsetzende Regen verschlimmert die Situation im Armutsviertel. Viele Menschen leben immer noch in Zelten oder unter Plastikplanen und können aufgrund des Regens nicht schlafen, da sie ihr Hab und Gut vor den oberflächlich ablaufenden Wassermassen schützen und um die Dinge Angst haben müssen, die ihnen geblieben sind.

Normalerweise beginnt einige Monate nach der Katastrophe die Phase, in der Hilfsprojekte an örtliche Kräfte oder an Behörden übergeben werden. Doch diese sind in Haiti fast nicht zu finden, gerade auch deshalb, weil es Haitis Hauptstadt und damit zentrale Organisations- und Verwaltungsstrukturen schwer getroffen hat. Der Einsatz in der Karibik wird wohl weit länger dauern als normalerweise geplant. Und bereits jetzt steht fest, dass das Deutsche Rote Kreuz dank der Spendengelder seine Hilfe mindestens bis zum Jahresende wird fortsetzen können.
Während der 6 Wochen in Haiti bleibt Christian Küper nur das Internet und ein Satellitentelefon fär die Kommunikation mit der Heimat.

B. Otten
Bericht-Nr. 192

14.04.2010 – Einsatzzug und Fachzug Dekontamination der Kreisfeuerwehrbereitschaft treffen zusammen -


Am heutigen Abend besuchten die Einsatz- und Führungskräfte des DRK-Einsatzzuges den Fachzug (Fz) Dekontamination der Kreisfeuerwehrbereitschaft im Feuerwehrgerätehaus Bederkesa.

Dort bauten die zum Fz Dekontamination gehörigen Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Bad Bederkesa, Flögeln und Lintig einen Dekon-Platz zur Besichtung für das DRK auf.

Dekontamination bedeutet das Entfernen von gefährlichen Verunreinigungen, so genannter Kontaminationen, bei Personen, Objekten oder Flächen. Die Gefährdungen können dabei chemischer, biologischer oder radioaktiver Natur sein.

Künftig soll im Bereich der Dekontamination von verletzten und oder unverletzten Betroffenen eine enge und intensive Zusammenarbeit erfolgen. Der Besuch des Einsatzzuges diente in erster Linie dazu, überhaupt mal einen Eindruck von den Möglichkeiten und Aufgaben der Dekon zu erlangen um die Belangen einer Dekontamniation von Patienten oder der Bevölkerung abzustimmen.

Alle Beteiligten waren sich über die Vorgehensweise einig. Bereits Anfang Juni 2010 werden sich die Zugführer beider Züge zusammensetzten und ein Grobkonzept der Zusammenarbeit entwickeln.

Für den Herbst 2010 ist dann eine erste praktische Erprobung des Grobkonzeptes und Ausarbeitung eines Feinkonzeptes geplant.

Das gemeinsame, ehrgeizige Ziel ist, im Sommer 2011 mit den Planungen und Ausbildungsübungen abschließen zu können und fortan ein tragfähiges Konzept für diese außergewöhnlihcen Schadenlagen auch im Landkreis Cuxhaven verfügbar zu haben.

B. Otten
Bericht-Nr. 191

10.04.2010 - 20.55 Uhr - Schornsteinbrand in Fleeste -

Wenige Minuten vor 21 Uhr wurde der Rettungswagen des Einsatzzuges zu einer Brandsicherheitswache in die Nähe von Loxstedt alarmiert. In Fleeste war es zu einem Schornsteinbrand gekommen. Der Rettungswagen rückte um 21.07 Uhr mit drei Einsatzkräften besetzt aus.

Es mussten keine Verletzten behandelt werden. Die Kräfte beendeten ihren Dienst um 00.20 Uhr am Depot.

Lars Ippich
Bericht-Nr. 190

EQ-Zertifiziert